Kooperation beschlossen: Encevo Deutschland und BEG Köllertal unterzeichnen Vertrag

Mit dem symbolischen Spatenstich in Wallerfangen hat die Creos Deutschland den Bau der ersten Wasserstoffleitung im Saarland gestartet. Das grenzüberschreitende Projekt mosaHYc schafft eine wichtige Verbindung zwischen Frankreich und Deutschland und leistet einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau der europäischen Wasserstoffinfrastruktur.

Die rund 17 Kilometer lange Leitung führt von Leidingen an der französischen Grenze bis nach Dillingen. Sie bildet den deutschen Teil von mosaHYc – moselle-saar-Hydrogen conversion. Auf französischer Seite stellt der Projektpartner NaTran France rund 20 Kilometer bestehender Leitungen auf Wasserstoff um und ergänzt das Netz um einen etwa fünf Kilometer langen Neubauabschnitt.

Künftig soll über die neue Verbindung Wasserstoff aus Frankreich ins Saarland transportiert und insbesondere für industrielle Anwendungen bereitgestellt werden. Damit schafft mosaHYc eine wichtige Voraussetzung für die Transformation energieintensiver Produktionsprozesse und stärkt zugleich die Versorgungssicherheit und Zukunftsfähigkeit des Industriestandorts.

Ein besonderes Projekt für die Encevo-Gruppe

Für die Encevo-Gruppe besitzt mosaHYc eine besondere strategische Bedeutung. Das Projekt verbindet die langjährige Kompetenz der Gruppe bei Planung, Bau und Betrieb leistungsfähiger Energienetze mit ihrer grenzüberschreitenden Ausrichtung in der Großregion.

Als Tochtergesellschaft von Encevo Deutschland und Teil der Encevo-Gruppe übernimmt Creos Deutschland dabei eine zentrale Rolle. Das Unternehmen bringt seine umfassende Erfahrung bei der Weiterentwicklung von Energieinfrastrukturen ein und gestaltet den Übergang zu klimafreundlicheren Energieträgern aktiv mit.

Claude Seywert, CEO der Encevo S.A., hob anlässlich des Baustarts die Bedeutung von Wasserstoff für die Energiewende hervor. Insbesondere in Bereichen, in denen industrielle Prozesse oder der Schwerlastverkehr nicht unmittelbar elektrifiziert werden können, werde Wasserstoff künftig eine wichtige Rolle spielen.

Auch Frank Gawantka, Geschäftsführer von Creos Deutschland, ordnete das Projekt als weiteren grundlegenden Transformationsschritt für das Netz ein: Nach der früheren Umstellung von Kokereigas auf Erdgas beginne nun der Übergang von Erdgas zu Wasserstoff.

Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg

Der offizielle Baustart wurde von zahlreichen Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Wirtschaft begleitet. Zu den Gästen und Rednern gehörten unter anderem die saarländische Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, der Parlamentarische Staatssekretär Johannes Steiniger, der luxemburgische Wirtschaftsminister Lex Delles, François Werner, Vizepräsident der Region Grand Est, der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke sowie Claude Seywert und Frank Gawantka.

Ihre Beteiligung verdeutlicht die politische, wirtschaftliche und grenzüberschreitende Bedeutung von mosaHYc. Das Projekt ist als wichtiges Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse, ein sogenanntes IPCEI, eingestuft und wird durch den Bund sowie das Saarland gefördert. Zugleich ist die Leitung Bestandteil des deutschen Wasserstoff-Kernnetzes und eröffnet weitere Anbindungsmöglichkeiten innerhalb Europas.

Inbetriebnahme bis 2029 vorgesehen

Die Rohr- und Tiefbauarbeiten sollen bis November 2028 abgeschlossen werden. Die Inbetriebnahme der Wasserstoffleitung ist bis April 2029 vorgesehen.

Mit dem Baustart beginnt damit die konkrete Umsetzung eines Projekts, das weit über den Bau einer einzelnen Leitung hinausgeht. mosaHYc steht für die Transformation bestehender Energiesysteme, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Großregion und den gemeinsamen Anspruch der Encevo-Gruppe, die Energieversorgung von morgen aktiv mitzugestalten.

Die Encevo Deutschland GmbH und die BEG Köllertal haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ziel der Partnerschaft ist es, die Nutzung erneuerbarer Energien in der Region voranzutreiben und gemeinsame Projekte zur Förderung einer nachhaltigen Energiezukunft umzusetzen.

Im Fokus der Zusammenarbeit steht die Bündelung der jeweiligen Kompetenzen beider Partner, um innovative Lösungen für die Energiewende zu entwickeln. Dabei setzen die Encevo und die BEG Köllertal auf eine starke Verankerung in ihrer Kernregion und wollen mit gezielten Maßnahmen die lokale Energiewirtschaft stärken.

„Diese Kooperation ist ein wichtiger Schritt, um die Energiewende im Saarland aktiv zu gestalten und die Bürger hieran zu beteiligen“, betonen die Partner bei der Unterzeichnung. Durch den Zusammenschluss sollen nachhaltige Energiekonzepte nicht nur schneller realisiert, sondern auch die regionale Wertschöpfung gefördert werden.

Über die Partner

Encevo Deutschland GmbH: Die Encevo Deutschland GmbH versteht sich als Experte für grüne Energie im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Sie ist Teil der Encevo-Gruppe, die ihren Sitz in Luxemburg hat. Sie ist aus der ehemaligen Enovos Deutschland SE und der Creos Deutschland Holding GmbH hervorgegangen. Enovos und Creos ergänzen mit dieser Partnerschaft ihre jeweiligen Kompetenzen mit Blick auf die komplexen Herausforderungen der Energiewende.
Im Fokus stehen der Bau, die Planung und der Betrieb von erneuerbare Energien-Anlagen, deren technische Betriebsführung sowie ein intelligentes Energienetzmanagement für (grüne) Gase und Strom. Davon profitieren auch Stadtwerke, bei denen sich die Encevo Deutschland als "industrieller Partner" für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung einbringt.

Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal eG (BEG Köllertal): Die BEG Köllertal ist die mitgliederstärkste Bürger-Energie-Genossenschaft der Region. 2015 von 15 Bürgern gegründet, weist sie Ende 2024 schon über 1.400 Mitglieder aus. Seit ihrer Gründung verfolgt die BEG Köllertal zwei Ziele: 1. Möglichst viele Projekte im Umfeld der Erneuerbaren Energien realisieren. 2. Möglichst vielen Mitbürgern die Möglichkeit geben, sich mit überschaubaren Beiträgen finanziell an der Energiewende zu beteiligen. Auch in schwierigen Energiewende- Zeiten war und ist es jederzeit möglich, der BEG Köllertal mit dem Erwerb von einem oder zwei Genossenschaftsanteilen im Wert von je 500 € beizutreten. Mit ihrem Engagement möchte die BEG Köllertal zur positiven Grundstimmung für Energiewende-Projekte beitragen. Das Motto der BEG Köllertal lautet daher: „Wir sind die DAFÜR-Bürger!“

Pressekontakt BEG Köllertal

Karl Werner Götzinger
Vorstandsvorsitzender
Bürger-Energie-Genossenschaft Köllertal eG
T: +49 (0)6806 49 99 753
M: +49 (0)152 51 06 21 85
E-Mail: Karl-Werner.Goetzinger@BEG-Koellertal.de

Alexander Zeyer

Encevo Deutschland GmbH

Leiter Kommunikation & Marketing